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Klinikum Obergöltzsch baut für knapp 10 Millionen Euro modernes Gesundheitszentrum
Seit 25. März schwebt über dem Gesundheitszentrum Rodewisch die Richtkrone. Bereits im Dezember soll Leben in das Gebäude einziehen. Foto: Dieter Krug
„Hurra es ist geschafft, dass Dach ist drauf und überspannt von Wand zu Wand das neue Gesundheitszentrum“. Die Worte des Poliers der bauausführenden Firma VSTR Rodewisch, Thomas Spitzner, setzen die mit bunten Bändern und der Landkreisflagge geschmückte Richtkrone auf dem Weg zum Dach in Bewegung. Denn am knapp zehn Millionen Euro teuerem Gesundheitszentrum am kreislichen Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch wurde am 25. März Richtfest gefeiert. Was die Bauleute in den zurückliegenden acht Monaten, trotz eines strengen Winters geschaffen hätten, könne sich sehen lassen, dankt der Chefarzt des Klinikums Dr. Günter Tilch den bisher am Bau Beteiligten.
Vor dem demographischen Wandel, dem medizinischen Fortschritt, der Zunahme chronischer Erkrankungen und immer knapperer Mittel, sei die Bildung des Gesundheitszentrums die richtige Antwort. Vom Zentrum könnten niedergelassene Ärzte über interdisziplinäre Zusammenarbeit genauso profitieren wie die einzelnen Fachklinken des Klinikums Obergöltzsch, gibt Tilch dem Zentrum eine aussichtsreiche Zukunft. Seit Bestehen des Klinikums ist das Gesundheitszentrum die zweitgrößte Investition. 8,5 Millionen Euro kommen an Eigenmitteln vom Klinikum selbst. Für Rolf Keil, den 1. Beigeordneten des Landrates ist das Gesundheitszentrum politischer Wunsch und gesellschaftliches Erfordernis zugleich. Mit der Konzentration fachärztlicher Kompetenz in einem Gesundheits-zentrum, durchbreche man die Trennung ambulant und stationär. Für den ländlichen Raum stelle das Gesundheitszentrum ein sehr gutes medizinisches Angebot dar. Zudem werde durch das fachübergreifende Angebot, die Attraktivität des Klinikstandortes Rodewisch aufgewertet. Das Gesundheitszentrum wird überwiegend ambulante kliniknahe Gesundheitsleistungen anbieten. Angesiedelt werden sollen zum Beispiel Beckenbodenzentrum, Brustzentrum, Wund- und Fußambulanz, Schmerztherapie, Anästhesieambulanz, Mammografie-Screening, Ergotherapie, Diätberatung sowie das Medizinische Versorgungszentrum mit ambulanten Facharztpraxen in den Fachrichtungen Augenheilkunde, Kinderheilkunde, Physika-lische und Rehabilitative Medizin sowie HNO-Heilkunde. Das Gesundheitszentrum soll im Dezember dieses Jahres seiner Bestimmung übergeben werden. Bis Juli 2011 werden die Außenan-lagen gestaltet und der Rest des Altbaus abgebrochen. (pdk)
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